Fünf Jahre School of Tomorrow: Eine Idee, die weiterwächst 

Vor fünf Jahren gingen sechs Kinder zum allerersten Mal durch die Türen der School of Tomorrow. Drei davon waren die eigenen Kinder unserer Gründer. Der Augustinerhof war noch ein fast leerer Raum, und im Mittelpunkt stand eine ambitionierte Idee: Bildung zu individualisieren. 

Heute lernen mehr als 120 Schülerinnen und Schüler an drei Standorten in Zürich und Uster. Die einst leeren Räume sind heute erfüllt von Kinderstimmen, Fragen, Ideen und der unverwechselbaren Energie, die entsteht, wenn jeden Tag gelernt und entdeckt wird. 

Doch das Wertvollste, was in diesen fünf Jahren entstanden ist, ist unsere Gemeinschaft. 

An unsere Familien: Danke für euer Vertrauen. 

An unsere Kolleginnen und Kollegen: Danke für die Energie, die Fürsorge und die Leidenschaft, die ihr jeden Tag in die SOT einbringt. 

Und an unsere Schülerinnen und Schüler: Danke, dass ihr uns jeden Tag zeigt, wie wertvoll eine Bildung ist, die sich am einzelnen Kind orientiert. 

Five years in. So many Tomorrows ahead.  

Fünf Jahre. Fünf Fragen. Mit Diego De Nicola. 

Wie sah der erste Tag bei der SOT aus? 

Tag 1 war super aufregend. Es war ein Sprung ins Unbekannte und obendrein hatten wir noch keine Möbel. Es hat uns jedoch gezeigt, wie kreativ man mit sehr wenig sein kann. 

Was überrascht dich heute am meisten an der SOT? 

Eines der überraschendsten, aber auch aufregendsten Dinge war einerseits, wie engagiert eine Schule sein kann und wie weit Kinder ein Projekt entwickeln können, wenn ihr Interesse wirklich geweckt wird. Das hat mich wirklich sehr beeindruckt. 

Welcher Moment aus den letzten fünf Jahren ist dir besonders geblieben? 

Ich wusste, als wir anfingen, dass wir vieles dazulernen würden und dass wir Fehler machen werden. 

Eine Sache, die ich nie vergessen werde, ist, als wir unseren «Maker Space» installiert haben. Ich hatte die glorreiche Idee, Mikroskope zu besorgen, um die ganz kleinen Dinge zu betrachten, und ein Teleskop, um Dinge in weiter Ferne zu beobachten. 

Das Teleskop wurde nie benutzt. 

Also fragte ich die Lehrpersonen: «Wie kommt es, dass ihr das Teleskop nie benutzt?» Sie sahen mich an und meinten: «Wir sind nachts halt nie hier.» 

Und das war nur eine der Lektionen, die wir erst selbst lernen mussten. 

Was haben dir die Kinder beigebracht? 

Wir sind es gewohnt, dass Kinder fragen: «Warum?» 

Aber die Frage, die mir geblieben ist, lautet: «Warum nicht?» 

Denn oft kamen wir an einen Punkt, an dem wir dachten: Hier geht es nicht weiter. Das ist nicht machbar. 

Und dann schaut dir ein Kind in die Augen und fragt: «Warum nicht?» 

Und wenn du darauf keine gute Antwort hast, musst du es zumindest versuchen. 

Was möchtest du am 10. Jubiläum erzählen können? 

Die Vision ist, Bildung zu revolutionieren. Schulen zu haben, wo Kinder gerne hingehen und wo die Methodik auf jeden einzelnen von ihnen individualisiert ist. 

Die Gründung dieser Schule war eigentlich nur der erste Schritt auf diesem Weg. 

Wenn wir in fünf Jahren nicht mehr die Ausnahme sind, dann denke ich, dass wir wirklich etwas Bemerkenswertes erreicht haben – hoffentlich zum Wohl jedes einzelnen Kindes weltweit. 

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